Depression – ein Wort das vielen Angst macht. Es ist schwer fassbar, denn depressiven Menschen sieht man von aussen nichts an. Wie gehen Angehörige mit depressiven Partneri:innen und Kindern um? Auch schwierig, wenn Freunde oder gute Bekannte an Depression erkranken. Viele Menschen ziehen sich zurück. Aus Unsicherheit, was sie tun können. Hier einige Tipps die weiterhelfen.

Ich bin Teammitglied von Regina Schrott. Sie hat das internationale Netzwerk «Narz mich nicht» rund um Narzissmus gegründet. Auf Facebook betreuen wir die Gruppe Narz mich nicht.

Was tun, wenn jemand an Suizid denkt?

Regina erzählte mir von einer verzweifelten Mutter, die nicht mehr wusste, was sie tun soll. Ihre Teenager Tochter hege starke suizidale Gedanken. 


Ich habe der Mutter dann geraten, dass die Tochter dringend einen Psychologen oder Psychiater aufsuchen soll.  
Ich kann nicht verantworten, wenn nach einem allfälligen Coaching  bei mir, sich die Tochter etwas angetan hätte.
Fabienne, du bist ja Expertin für Depressionen. 
Wie hättest du gehandelt?” 

Man weiss nie, was jemand macht

In so einer Situation sollte man in der Tat sehr vorsichtig sein. Familie, Partner:innen und Freunde sind absolut überfordert. Es ist alles viel zu nah und das überfordert. Ich persönlich hätte der Tochter ein Gespräch angeboten. Manchmal bringt es eine Entspannung, wenn jemand Fremdes zuhört.

Ich kann Menschen mit Depressionen verstehen. Als Teenager war ich ebenfalls depressiv und dachte oft an Selbstmord. Manchmal ist der Gedanke sich das Leben zu nehmen eine mögliche Option und nicht mehr. Wenn Menschen von Selbstmord reden, ist dies ein Hilferuf für die Veränderung einer schwierigen Situation.

Jugendliche stehen oft unter Druck

Jugendliche haben mit vielen «Baustellen» gleichzeitig zu kämpfen. Mitten im pubertären Hormone-Chaos heisst es sich für einen Beruf zu entscheiden. Ausbildungsplatz suchen und etwas ganz Neues und ungewohntes zu beginnen. Andere müssen in der Schule Gas geben wegen Abitur oder Matura um danach zu studieren.

Eigene und fremde Erwartungen belasten schwer. Jugendliche wollen stark sein und dennoch fühlen sie sich oft schwach, überfordert und erdrückt von allem das auf sie einprasselt.

Bei Jugendlichen ist Selbstmord die zweithäufigste Todesursache. Geschätzte 10 bis 20 Prozent aller Jugendlichen in der Schweiz leiden phasenweise an einer psychischen Störung.

“Die allermeisten Jugendlichen, die sich mit Suizid beschäftigen, wollen nicht sterben. Sie wissen nur nicht in einer sehr belastenden Situation wie sie damit weiterleben sollen.” Dies erklärt Renate Poncet, Fachpsychologin und Beraterin bei der Beratungsstelle 147.ch.

Eine neutrale Person entspannt die Situation 

Egal ob es sich um Kinder, Jugendliche oder Erwachsene handelt, eine neutrale Person entspannt die Situation für alle. Für depressive Menschen ist da jemand der zuhört, ohne zu verurteilen oder Sprüchen wie: “Ach das kommt schon wieder gut. Nur nicht den Kopf hängen lassen” von sich zu geben. Das ist sehr wertvoll. Das nahe Umfeld wird entlastet, denn auch Familie und Freunde sind einfach überfordert.

Wenn jemand suizidale Gedanken hat, ist stets Vorsicht geboten, denn die Person ist psychisch instabil und jedes Wort kann das Fass zum Überlaufen bringen.
In der Schweiz nehmen sich jedes Jahr ca. 1500 Personen das Leben.
Weitere 15’000 – 20`000 Menschen unternehmen einen Selbstmordversuch

Depression – ein schleichender Prozess

Eine Depression tritt nicht von heute auf Morgen auf. Ausser es geht ein extrem traumatisches Ereignis ein. Wie der plötzliche Tod des Lebenspartners, der Lebenspartnerin oder eines Kindes. Manchmal auch der Schock die Stelle zu verlieren und längere Zeit keine neue Anstellung zu finden.

Meistens schleicht sich eine Depression ganz leise in das Leben der Betroffenen.
Oftmals ziehen sich diese immer mehr von ihrem sozialen Leben zurück und verzichten auf Dinge, die ihnen zuvor viel Spass gemacht haben.

Die Anzeichen vor der Depression

Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Freudlosigkeit, Bauchschmerzen aber auch Appetitlosigkeit, sind häufige Anzeichen für eine depressive Verstimmung.

Diese Anzeichen sollten nicht einfach als schwierige Phase abgestempelt werden.
Die häufige Meinung, dass es sich einfach um Traurigkeit handelt, stimmt leider nicht.

Was ist Depression?

Depression ist ein anhaltender Zustand, in dem alle Gefühle nur beschränkt empfunden werden.

Wenn sich die oben erwähnten Symptome über Wochen hinweg ziehen, spricht man von einer Depression. Dabei kann es sich auch um eine Erschöpfungsdepression (Burnout) handeln. Wird dies nicht rechtzeitig erkannt, kann daraus eine Depression entstehen, die schwerwiegender ist wie das Burnout. Beides ist fatal für die Betroffenen wie auch für das Umfeld.

Eine Depression ist eine schwere seelische Erkrankung

Betroffene sprechen oft von einem dunklen Schatten, der sich über sie ausbreitet.
Matthew Johnstone beschreibt das in seinem Buch «Mein schwarzer Hund” sehr treffend.

Das internationale Klassifikationssystem ICD-10 unterteilt in leichte, mittelschwere und schwere Depression.
Die Mehrheit der kranken Menschen spielt im Verlauf der Krankheit auch mit dem Gedanken, sich das Leben zu nehmen.

Depression hat viele Gesichter

Die Erkrankung zeigt sich nicht nur in verschiedenen Lebensphasen, sondern ist von Mensch zu Mensch auch ganz unterschiedlich.

Oft sind es mehrere Faktoren, die zu einer Depression führen. Verlust der Arbeitsstelle, Beendigung einer langjährigen Beziehung, schwere Krankheit, Tod eines geliebten Menschen, Lebenskrisen, grosser Schuldenberg, unverarbeitete Traumata, schwierige Kindheit, Missbrauch

Unterstützung für Partner:innen und Familie 

Mit einem an Depression erkrankten Menschen zu leben braucht sehr viel Energie. Vor allem ist es wichtig, das eigene Leben nicht aufzugeben. Eigene Freiräume zu schaffen und nicht rücksichtsvoll auf alles zu verzichten. Das hilft an Depression erkrankten Menschen nicht. Im Gegenteil, sie fühlen sich so bestätigt.

So hart es klingt – es ist niemals sicher, ob sich dieser Mensch wirklich das Leben nimmt. Dies ist ganz individuell und kann niemals vorausgesagt werden. Was aber extrem wichtig ist, dass das Umfeld eines Depressiven nicht in eine Co-Abhängigkeit fällt. Diese Gefahr wird leider immer noch unterschätzt.

Wie ich mit an Depression erkrankten Menschen arbeite?

Zuerst höre ich der Person einfach mal zu und nehme sie ernst. Ich erschaffe einen neutralen Raum, in welchem der Klient wertefrei all seine Sorgen und Ängste erzählen kann. Der Wunsch von vielen Menschen mit Depressionen ist, dass sie gesehen und angehört werden. Bei mir müssen sie nichts, sie dürfen einfach mal Sein.
Anhand der erstellten Anamnese biete ich individuelle., situativ angepasste Methoden an, welche nicht nur den psychischen Bereich umfassen, sondern auch den seelischen, sowie physischen Bereich des Klienten miteinbeziehen.
Mein Ziel ist es, dass der Klient nicht lernt mit der Depression zu leben, sondern dass wir die Ursachen für die entstandene Depression eruieren.
Somit ist es der betroffenen Person möglich eine selbstbestimte und glückliches Zukunft zu gestalten. 

Hast du Fragen betreffend Depressionen? 

Dann schreibe mich ungeniert an und wir vereinbaren ein Kennenlerngespräch. 

Liebe Grüsse 

Fabienne  

 

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